Projekte

An dieser Stelle finden Sie eine kurze Beschreibung der von der Ulrich Esselborn Unternehmensberatung durchgeführten Projekte. Zunächst sind hier die aktuellen bzw. die kürzlich beendeten Aufgaben beschrieben. Aufgrund der Vertraulichkeit sowie der Loyalität gegenüber den jeweiligen Auftraggebern sind Details, welche unmittelbar auf den Auftraggeber schließen ließen, bewusst ausgeklammert. In den Kurzbeschreibungen ist ausschließlich eine subjektive Darstellung und Wertung aus Sicht der Ulrich Esselborn Unternehmensberatung wiedergegeben, mit dem Ziel, ein persönliches Bild über mein Projekt- und Branchen-Knowhow zu vermitteln.

Die Vielzahl der unterschiedlichen Projektaufgabenstellungen und der hierin abgebildeten Rollen können Sie nachlesen und/oder downloaden unter
Business-Vita-Ulrich-Esselborn.pdf
oder in einer chronologischen Auflistung von Projekten der letzten 10 Jahre:
Projekt-Tableau_V11-12.pdf
oder alle Projekte in einer tabellarischen Auflistung
Projekt-Tableau-1201.pdf

Die letzten drei Projekte, die unmittelbar vor dem derzeit aktuellen Auftrag (Beginn im Februar 2009) liegen, sind nachfolgend in chronologischer Reihenfolge kurz skizziert


Komposit

Die Zielsetzung des Projekts ist die Realisierung einer gemeinsamen Präsentations- und Bedieneroberfläche für alle Nutzergruppen des Kompositgeschäftes im Unternehmen.

Unter einer einheitlichen Präsentations- und Bedieneroberfläche sind hier Web-basierte, grafische Java-Anwendungen zu verstehen, d.h. die bisher (noch) dominierende 3270-Oberfläche wird abgelöst.

Als Kompositgeschäft sind die Sparten Sach, Unfall, Haftpflicht und Kraftfahrt definiert, und zwar für Bestandsauskunft, Ändergeschäft sowie Angebot/Antrag. Hierbei findet die Datenverwaltung unter DB2 statt, Produkt und Bestand sind modelltechnisch und physisch voneinander getrennt.

Als Nutzergruppen fungieren der klassische Innendienst und die gesamte Absatzorganisation mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen. Insbesondere dieser Ansatz bedingt neben der risikospezifischen Ausrichtung eine extrem differenzierte nutzergruppenspezifische Maskendynamik. Als weiterer Schritt soll aus dem Anwendungs-Portefeuille auch der Direktvertrieb über das Internet bestückt werden.

Parallel zu diesem Arbeitspaket finden weitere Projekte, welche Partner, Schaden, Vorgangssteuerung, Vertriebsunterstützung etc. beinhalten, statt, um oben beschriebene Philosophie unternehmensweit zu generalisieren.

Erst nach vollständiger Realisierung kann die neue Anwendungslandschaft produktiv werden. Aktuell wird das operative Geschäft über das „Altsystem“ abgebildet, den Anwendern steht parallel bereits das neue Auskunftssystem zur Verfügung. Die Datenkonsistenz wird hierbei über eine permanente Migration (Spiegelung) von neuen/geänderten Daten gewährleistet.

Nebeneffekte, welche generell mit dem Wechsel auf eine grafische Oberfläche verbunden sind (Performanceverlust durch Java, Transformation XML nach DB2), müssen durch eine verbesserte Produktivität bzw. Prozessperformance kompensiert werden. Durch das gesamte Re- und Neudesign wird eine Stärkung des Unternehmens erwartet, insbesondere unter den Aspekten „Time to Market“, Wartbarkeit sowie eine Verschmelzung der Prozesse zwischen Innen- und Außendienst.

Meine Rolle im Projekt: Funktion des Qualitätssicherungsbeauftragten (QSB)


Tabellengesteuertes vorgerichtliches und gerichtliches Mahnverfahren

Ziel war im Hinblick auf VVG nF sowie dem Bestreben, ein konzernweit einheitliches Mahnsystem zu nutzen, die Entwicklung eines neuen tabellengesteuerten Systems zur Durchführung des vorgerichtlichen und gerichtlichen Mahnverfahrens.

Hierbei war es zunächst notwendig, fachlich einheitliche Definitionen von Mahnstufen, -schritten, Gebührenbelastung u.a. mit den einzelnen Konzernunternehmen zu erarbeiten bzw. abzustimmen. Ebenso mussten die spartenspezifischen Besonderheiten, wie z.B. bei KV, berücksichtigt werden. Während das vorgerichtliche Mahnverfahren ausnahmslos termingesteuert ist, funktioniert das gerichtliche Mahnverfahren überwiegend ereignisgesteuert. Wesentliches Merkmal bei der Konzeption und Umsetzung war, Regeln und deren Ausprägungen in Tabellen systematisch zu verwalten, und zwar derart benutzerfreundlich, dass zukünftige Änderungen und Erweiterungen vom Fachbereich autark durchführbar sind.

Das System war an die hausinternen Architekturvorgaben anzupassen sowie in die Systemlandschaft zu integrieren. Als Methoden waren IGSM (IBM Global Service Methode), im Hinblick auf die Schnittstellen SOA (Service orientierte Architektur) und zur Modellierung RSA (IBM Rational Software Architekt) vorgegeben. Die Umsetzung erfolgte objektorientiert, Datenredundanz war strikt zu vermeiden.

Entsprechend des Konzernstandards waren die Frontend-Anwendungen entsprechend dem Styleguide mit Java als grafische Oberfläche zu realisieren, für das Backend waren Cobol und DB2 verbindlich.

Für die Einbindung in die Systemlandschaft waren mehr als ein Duzend Schnittstellen/Services zu untersuchen und teilweise neu zu definieren. Schnittstellenfunktionalität war hierbei sowohl von der Servicegeber- als auch von der Servicenehmerseite zu betrachten. Neben der Anbindung an ein Vorgangssteuerungssystem (individuelle Hauslösung), der Textverarbeitung (CTV), den Spartensystemen, Partner; Inkasso bzw. Kundenkontokorrent etc. waren auch externe Schnittstellen für den Datenaustausch mit den Amts- und Sozialgerichten sowie mit Servicegebern zur Bonitätsprüfung zu berücksichtigen.

Meine Rolle im Projekt: Fachspezialist und Schnittstellen-Manager


Migration Krankenversicherung

Ziel war die vollumfängliche Migration einer zusätzlichen Krankenversicherung in die Anwendungs- und Systemlandschaft einer Versicherungsgruppe.

In dieses Projekt konnte die Erfahrung aus zwei bereits erfolgreich durchgeführten Migrationsprojekten mit einer kompletten Versicherungsgruppe sowie einem Rechtsschutzversicherer eingebracht werden. Von dem hieraus gewonnene Knowhow der an der jeweiligen Umsetzung beteiligten Personen konnte ebenso profitiert werden. Darüber hinaus wurden die Erkenntnisse aus einer im Vorfeld durchgeführten Machbarkeitsstudie mit unterschiedlichen Szenarien zielführend angewendet.

Die Laufzeit des Projektes erstreckte sich über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren. Sämtliche Anwendungen der Versicherungstechnik sowie der Nichtversicherungstechnik wurden hierbei abgelöst oder in Teilen neuentwickelt. Insbesondere wurden die Bereiche Leistung, einschließlich Leistungskontokorrent und die Strukturabrechnung für eine Vertriebstochter komplett neu realisiert, da die besonderen Anforderungen hierfür in der Ziellandschaft nicht bzw. nur mit unzureichender Ausprägung vorhanden waren.

Aktive Mitwirkung an folgenden Arbeitspaketen:
Innerhalb der Provisionsbearbeitung wurde ein neues DB-System realisiert, mit dem die Abgrenzung von Mandanten und hiermit die spezifischen Abrechnungen und die buchungstechnische Verarbeitung (Differenzierung von internen und externen Kooperationspartnern sowie Zuordnung nach vertreibender und betreibender Gesellschaft) ermöglicht werden. Weiter sind in dieser Tabelle, Produktions- und Provisionswerte, produktionsabhängige Boni, Gesellschafts-Overrider, Haftungszeiträume, Rückforderungswerte, Steuerdaten zur Datenträgererzeugung für externe Vertriebspartner und simultane Kostenabschlüsse vorgehalten. Der Bearbeitungsstand wird durch eine Statusverwaltung verwaltet, so dass ein „Abräumen“ zu beliebigen Zeitpunkten durchführbar ist. Hierbei werden alle Buchungssätze für das Vermittlerkontokorrent und SAP FI/CO (einschließlich Bestückung Geschäftsbereiche, Kostenstellen) erzeugt.

Die Vergütungsermittlung setzt auf der oben beschriebenen Spartenauftragstabelle auf, wobei zunächst ein Lauf entsprechend der Vermittlerstammdaten etwaige Stornoreserveeinbehalte bzw.- -auszahlungen errechnet. Die termingesteuerte Auszahlungsbearbeitung regelt, ob die Auszahlung entsprechend der Tätigkeitsart über das Exkassosystem erfolgt oder eine Übergabeschnittstelle an SAP HR bestückt wird.

Für eine selbständig operierende Vertriebstochter wurde ein Strukturabrechnungssystem neu unter .Net entwickelt. Die Eingangsschnittstelle wird aus der weiter oben beschriebenen Spartenauftragstabelle versorgt, über eine Ausgabeschnittstelle werden die Kontokorrentbuchungen und die verdichteten Hauptbuchübergaben abgewickelt.

Primäre Aufgabe war die Anfertigung von Fachkonzepten, fachlich-/technischen Konzepten, Testkonzepten, nachgelagerten Deltakonzepten sowie in der Folge die aktive Umsetzung aller Teststufen (DV- und FA-Test, Systemintegrationstest, E2E-Test, Prozesskettentest, Gesamttest, Migrationstest, Stabilitätstest, Massentest, produktive Funktionskontrolle). Abschließend nach erfolgreichem „Sprung“ die (limitierte) Begleitung der Stabilisierungsphase im neuen produktiven System.

Rollen im Projekt: Fachspezialist, Koordinator und Tester

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